Hören Sie die aktuelle Stellungnahme von Prof. Vahrenkamp zum Leipziger Urteil vom 3. April 2012:

und lesen Sie sein Arbeitspapier zur Logistik, Nr. 71/2011: Nachtflug_Frankfurt_Vahrenkamp.pdf

Verlagerungspotentiale von Nachtflügen am Flughafen Frankfurt

von Prof. Dr. Richard Vahrenkamp, Universität Kassel
Fachgebiet Produktionswirtschaft und Logistik
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
34109 Kassel, Telefon: 0177 628 3325
Email: vahrenkamp@wirtschaft.uni-kassel.de
Web: www.uni-kassel.de/go/vahrenkamp
*) Ausarbeitung eines Vortrags vor der Fluglärmkommission Frankfurt am 30.11.2011
Inhaltsverzeichnis
Einleitung ........................................................ 3
Die Produktion von Luftverkehrsleistungen .......... 4
Die Geschäftsfelder der Luftfracht ..................... 11
Expressfracht ................................................. 11
General Cargo................................................ 13
Spezialfracht .................................................. 24
Charterverkehre ............................................. 25
Hahn als Ausweichflughafen für Frankfurt ........... 26
Literatur ......................................................... 28

Einleitung
Das vom Hessischen Verwaltungsgerichtshof verfügte vorläufige Verbot von Nachtflügen am
Flughafen Frankfurt zum 1. November 2011 hat eine Debatte darüber in Gang gesetzt, wie
geplante Nachtflüge vom Flughafen Frankfurt verlagert werden können. Dieser Frage sei hier
nachgegangen. Dabei wird zunächst der Begriff der Luftfracht kritisch analysiert und die
verschiedenen Segmente der Luftfracht behandelt. Dann werden Vorschläge erarbeitet, wie
Nachtflüge von Frankfurt verlagert werden können.
Bisher war in der öffentlichen Wahrnehmung mit Luftfracht stets ein besonders eiliger Versand
von Fracht verbunden worden. So trug Marcus Pauly, der kaufmännische Leiter vom Hub
Frankfurt, im April 2010 auf dem IHK Wirtschaftsforum der Stadt Frankfurt zur besonderen
Eilbedürftigkeit von Belly-Fracht vor. In meiner Studie will ich demgegenüber aufzeigen, dass in
dem Frachtsegment von General Cargo die Laufzeiten von Haus-zu-Haus im Durchschnitt sechs
Tage betragen, so dass von einer ausgeprägten Eilbedürftigkeit in diesem Segment nicht wirklich
die Rede sein kann.