Vorstandsinformationen

Ergebnisse der Mitgliederversammlung der Fluglärmschutzgemeinschaft Siebengebirge e. V. vom 29.10.2015, 18.15 - 21.20 Uhr in Rhöndorf, Gaststätte "Am Ziepchen" Drachenfelsstr. 23
Vorsitzender: Jürgen Vathauer
Stellvertretender Vorsitzender: Hans Oswald Fischer
Schatzmeister: Ulrich Meyer-Berhorn
Schriftführerin: Ursula Voll

Die anwesenden Mitglieder entlasten den Vorstand und den Schatzmeister. Beschlüsse: die Fachhochschule und die weiterführenden Schulen werden aufgerufen, sich an einem Aufsatzwettbewerb zu beteiligen. Thema: "Vereinbarkeit von Tourismus und nächtlichem Fluglärm". 1. Preis: 300 €; 2. Preis: 200 €, 3. Preis: 100 €
Ob Transparente an den Brücken über der B42 gespannt werden mit dem Spruch: "Bad Honnef: ein durch nächtlichen Fluglärm belasteter Wohnort" mit www.nachtflugverbot.de wird geprüft, insbesondere ob die Verkehrssicherheit gewährleistet ist.

Forderungen aus 2012: Ein europaweites Nachtflugverbot fordert der Vorstand der Fluglärmschutzgemeinschaft Siebengebirge e. V. und folgt damit der Empfehlung des Arbeitskreises der Landesärztekammer Rheinland-Pfalz, bestehend aus Ärzten aus sechs Bundesländern: Durch nächtlichen Fluglärm treten vermehrt Hypertonie, Herzinfarkte und Schlaganfälle auf. Die Ergebnisse von 16 internationalen, teilweise über 5 Jahre dauernden Langzeitstudien kommen übereinstimmend zu dem Ergebnis, dass nächtlicher Fluglärm die Sterblichkeit an Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht. Dem Vorschlag einer europaweiten Kernruhezeit von 22 bis 6 Uhr konnten alle Mitglieder einstimmig folgen. Es ist unverständlich, dass Politiker sich hinter Lobbygruppen und deren Scheinargumente verstecken, obwohl sie alle wissen, dass Köln/Bonn mit mehr als 22.500 Nachtflügen nur zw. 0 und 5 Uhr mehr als doppelt so viele Nachtflüge wie Frankfurt hat. Dieser unrühmliche Spitzenplatz wird begründet mit überhöhten „Berechnungen“ von Arbeitsplätzen. Alle von uns anonym befragten Arbeiter am Airport würden lieber tagsüber arbeiten. Wir werden uns zu keinerlei Berechnungen über evtl. wegfallende Arbeitsplätze hinreißen lassen, denn sonst würden andere Flughäfen ja auch schon längst pleite sein?! Wir erwarten von allen involvierten Politikern, sich für die Menschen im Umfeld des Flughafens einzusetzen und ihre Wähler vor dem nächtlichen Krach zu schützen. Wir lassen das Scheinargument der Nachtfluglobbyisten „Arbeit vor Nachtflugverbot“ nicht gelten! Es geht nur um Profit – auf Kosten unserer Gesundheit. Durch das Urteil des Hessischen Verwaltungsgerichtes müssen wegen des Nachtflugverbotes in Frankfurt ab dem 30.10.2011 nun 17 Cargo Maschinen der Lufthansa umdisponiert werden. Und siehe da: Die Logistiker können es doch! Nur eine (1!) Maschine „muss“ in Köln/Bonn zwischenlanden. Wir gönnen den Frankfurtern und Kelsterbachern ihre erkämpfte Nachtruhe und rufen unsere Politiker auf: Sorgen Sie dafür, dass 400.000 Menschen (im Umfeld des Flughafens) nachts wieder ruhig schlafen können!